Legierungen von Gold



Es gibt relativ viele Goldlegierungen, auch wenn in der Schmuckindustrie und Zahnmedizin längst nicht alle permanent eingesetzt werden. Wer Gold verkaufen möchte, sollte in einem seriösen Labor die Legierung seines Goldes untersuchen lassen. Welche Goldlegierung in einem Schmuckstück eingesetzt wurde, hat auch etwas mit Traditionen und somit der Herkunft des Goldes zu tun, denn in Mitteleuropa haben sich andere Gepflogenheiten herausgebildet als im Nahen Osten oder in Asien. Die gängigsten Legierungen sind:


  • 24 Karat: Goldanteil 999/1000

  • 22 Karat: Goldanteil 916/1000

  • 21 Karat: Goldanteil 875/1000

  • 18 Karat: Goldanteil 750/1000

  • 14 Karat: Goldanteil 585/1000

  • 10 Karat: Goldanteil 418/1000

  • 9 Karat: Goldanteil 375/1000

  • 8 Karat: Goldanteil 333/100

Die Goldlegierungen bestehen vielfach, aber nicht ausschließlich aus Gold, Silber und Kupfer, dieses sogenannte Dreistoffsystem hat sich historisch durch das natürliche Vorkommen der drei Metalle entwickelt. Bis etwa zum Jahr 1900 war es in Europa verboten, andere Legierungen als Gold + Kupfer/Silber herzustellen.

Eigenschaften von Goldlegierungen


Schon mit den Grundstoffen Gold, Silber und Kupfer lassen sich unterschiedlichste Farbnuancen erzeugen, die von sattem Gelb über rosa und hellem Grün bis zu silberweiß reichen. Wenn weitere Metalle hinzukommen, erweitern sich sowohl die Härtegrade und Oberflächenspannungen als auch die Farbspektren. Infrage kommen beispielsweise Titan, Palladium, Platin, Zink, Zinn, Blei, Nickel, Indium, Gallium und Cadmium. Viele dieser Legierungen haben einen industriellen Hintergrund, denn das Gold verändert durch sie seine Farbe eher nachteilig, auch kann es (zum Beispiel durch Leichtmetalle wie Bismut) spröde werden und ist in der Schmuckindustrie dadurch nicht mehr verwendbar. Einen großen Einfluss auf die Eigenschaften einer Goldlegierung nimmt die jeweilige Menge der Zusätze. Als Grundsatz gilt, dass die satte Eigenfarbe Gelb ab 750er Gold zur Geltung kommt, die höchste Festigkeit hingegen bei blasseren Legierungen um 585er Gold.

Farbgoldlegierungen


Immer wieder fragen sich Besitzer von Goldschmuck, die ihr Gold verkaufen möchten, welchen Einfluss die Farbe auf die Legierung und damit den Wert des Goldes hat. Grundsätzlich ist bei Rotgold von einem relativ hohen Kupferanteil auszugehen, der das Gold kratzfester macht, wobei die entsprechenden Legierungen (beispielsweise bei Münzen) meist 22 Karat aufweisen (916er Gold), also sehr wertvoll sind. Allerdings gibt es auch das in der DDR verkaufte "Russengold" mit der ungewöhnlichen Legierung von 583er Gold, auch das in Süddeutschland anzutreffende "Türkengold" ist ähnlich legiert. Das schöne Gelbgold erscheint schon ab 750/1000 Anteilen Gold mit seiner satten Farbe, Grüngold enthält kein Kupfer, aber viel Silber von vielfach über 40 Prozent. Weißgold entsteht durch Legierungen hauptsächlich mit Palladium und Platin sowie natürlich Silber, wobei Palladium ab 1912 eingesetzt wurde.