Der Verkauf von Altgold



Altgold sollten Sie jetzt (Sommer 2013) verkaufen, denn die Goldpreise befinden sich seit dem Frühjahr 2013 im Sinkflug und könnten noch weiter fallen. Viele Menschen haben recht große Mengen Altgold in ihren Schubladen daheim. Es handelt sich um Zahngold und Omas Schmuck, den niemand mehr tragen möchte. Alte Münzen und Barren aus 999er Feingold werden ausdrücklich nicht zum Altgold gerechnet.

Was ist alles Altgold?


Altgold oder Bruchgold ist Scheidegut, es kann nur durch Einschmelzen wiederverwertet werden und unterscheidet sich aus Sicht der Aufkäufer von weiter handelbarem Gold. Auch eine zerkratzte Münze kann Altgold sein, wenn ihr numismatischer Wert verloren ging. Zahngold ist Altgold, aus manchen Elektronikgeräten und Katalysatoren gewinnen einige Recycler Altgold, was sich allerdings höchstens in industriellem Maßstab lohnt. Die Scheideanstalten kaufen Alt- und Bruchgold zum Tagespreis für Gold abzüglich ihrer Verarbeitungs- und Handelsgebühr an. Es handelt sich um defekten Goldschmuck, alte Uhrengehäuse, goldene Federspitze und so manch kleines Schmuckstück, das schon seit Jahren in der Schublade verstaubt. Da Goldschmuck und Zahngold aus Legierungen besteht, untersuchen die Scheideanstalten auch den Silber-, Platin- und Palladiumgehalt und vergüten diese Edelmetalle ebenfalls.

Was bringt denn das Altgold?


Das Phänomen an Altgold ist, dass es wahrscheinlich eine unglaubliche Wertsteigerung erfahren hat, die nur von den Besitzern kaum zu bestimmen ist. Eine Verdoppelung des Goldwertes von Stücken aus den 1980er Jahren wäre locker zu erwarten, allerdings ist immer einzukalkulieren, dass es sich um legiertes Gold handelt und beim damaligen Kauf auch die designerische Arbeit des Goldschmiedes beziehungsweise Juweliers mitbezahlt wurde. Dennoch lohnt sich der Verkauf von Altgold wohl mehr als jeder andere Goldhandel. Der Goldpreis könnte fallen, doch wer weiß das schon genau? Dass jedoch alte Schmuckstücke nicht mehr getragen werden und das alte Zahngold nun wirklich nur verkauft werden kann, steht felsenfest. Verkäufer sollten sich in jedem Fall an seriöse Webshops oder Scheideanstalten wenden, denn viele Aufkäufer locken mit dubiosen Methoden die Kunden in ihre Hinterzimmer und zahlen viel zu wenig. Seriöse Online-Händler und Juweliere vor Ort überprüfen den Goldgehalt genau, beurteilen Stücke nach Gewicht und Karat, sehen sich den Legierungsstempel an und zahlen dementsprechend faire Preise für Altgold.